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Knapp die Hälfte der Haushalte in den Metropolen kämpft um 10% der freien Wohnungen

In vielen deutschen Großstädten besteht ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Diese Situation wird durch verstärkten Zuzug, steigende Armut und hohe Bau- und
verschärft.

Die Baubranche boomt! Das Problem hierbei ist jedoch, dass überwiegend hochpreisige Neubauten entstehen. Eines der größten Probleme des Wohnungsmarktes wird dadurch jedoch nicht gelöst: Ein Mangel an günstigen Wohnungen in Ballungsgebieten bleibt bestehen. Vor allem für Niedrigverdiener, Sozialhilfeempfänger, Alleinerziehende und Studierende ohne elterliche Unterstützung führt dies zu großen Schwierigkeiten bei der Suche auf dem freien Wohnungsmarkt.

Eine Analyse der Mietangebote auf immowelt.de und immonet.de zeigt das knapp die Hälfte der Haushalte in deutschen Metropolen um rund 10% der frei verfügbaren Wohnungen buhlt.

Die Studie zeigt, dass das Missverhältnis in Berlin am höchsten ist: Laut der Stadt hätten 55% der Haushalte einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. Auf dem Wohnungsmarkt existieren jedoch kaum Wohnungen in niedriger Preislage. Nur rund 7,3% der Berliner Wohnungen liegen unter der angemessen Mietobergrenze des Sozialgesetzbuches (SGB). In Hamburg, Köln und Nürnberg ist die Situation ähnlich: der Anteil an wohnscheinberechtigte Haushalte liegt bei mindesten 40%. Frankfurt, München und Stuttgart verweigerten eine Auskunft über Haushalte, die grundsätzlich einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein hätten.

Die Studie zeigt weiterhGegenüberstellung preisgünstige Wohnungen - WSB-Berechtigtein, dass in Nürnberg, Berlin, Köln, Hamburg und Frankfurt 90% der inserierten Wohnungen für Wohnungssuchenden mit geringem Einkommen nicht bezahlbar sind!

Diese Wohnungsnot lässt sich durch 3 wesentliche Gründe erklären:

Die Anzahl an Menschen, die es in Metropolen zieht, steigt immer mehr. Vor allem junge Menschen werden durch die Aussicht auf qualifizierte Ausbildung und Arbeit, kulturelle
Vielfalt und Lifestyle angezogen.

Auch die Zahl der Menschen mit geringem Einkommen nimmt weiter zu. Der aktuelle Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands artikuliert, dass ein Rekordhoch der Armutsquote vorliegt. Der europaweite Flüchtlingsstrom wird diese Situation weiter verschärfen.

Als dritten und letzten Punkt lässt sich, die Unrentabilität des Baus von günstigen Wohnraum nennen. Für Investoren sind Neubauwohnungen mit Mieten unter 10 Euro kaum noch profitabel. Dies liegt in den steigenden Grundstücks- und Baukosten, den strengen Energieeffizienz-Vorschriften sowie den zu geringen finanziellen Anreizen durch die Wohnraumförderung begründet.

Zu der detaillierten Immowelt-Studie zu den untersuchten Städten kommen Sie über den folgenden Link: news.veraendere-deine-stadt.de/wohnungsnot

Quelle: http://news.immowelt.de/firmenmeldung/artikel/3177-immowelt-studie-zur-neuen-wohnungsnot-knapp-die-haelfte-der-haushalte-in-den-metropolen-kaempft-um-zehn-prozent-der-freien-wohnungen.html?campaign=newsletter_iw_b2b_Januar_2016%20(1)_EM

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